Deutscher Computerspielpreis: Gewinner aus 2016 stehen fest

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Foto: Franziska Krug/Getty Images | Archiv

Der alljährlich vergebene Deutsche Computerspielpreis ist zwar in keinster Weise unkritisiert, ganz im Gegenteil: Besonders von der Fachpresse hat es im letzten Jahr Absagen und Kritik gehagelt. Dennoch wird die Preisverleihung oft mit Spannung verfolgt, und auch im diesjährigen 2016 wurden wieder die Gewinner in den verschiedenen Kategorien bekannt gegeben.

Bestes Deutsches Spiel:
Das beste Deutsche Spiel ist mal wieder eine Aufbau-Simulation aus dem Hause Blue Byte, gepublished von Ubisoft. Nachdem in den letzten Jahren teilweise auch Action-Spiele wie Crysis 3 in dieser Rubrik gewählt wurden, hat die Verleihung an Strategiespiele von Blue Byte schon eine gewisse Tradition. Nominiert waren außerdem Deponia Doomsday von Daedalic und Shift Happens von Klonk.

Bestes Kinderspiel:
In dieser Kategorie gibt es gleich zwei Gewinner: Fiete Choice von Ahoiii Entertainment und Shift Happens von Klonk. Beide Games richten sich durch ein für Kinder verständliches Spieldesign besonders an die jüngste Zielgruppe. Die Jury lobte bei Fiete Choice besonders die Grafik, die an Bilderbücher für Kinder erinnere; während bei Shift Happens besonders der kooperative Aspekt den Ausschlag gab. Nominiert war außerdem Blown Away: Secret of the Wind von Black Pants Studio.

Bestes Jugendspiel:
Hier geht der Preis an One Button Travel aus dem Hause The Coding Monkeys. Es handelt sich hierbei um ein Text-Adventure, „das eine Konversation über soziale Netzwerke mit einem Zeitreisenden aus der Zukunft simuliert“, so der Deutsche Computerspielpreis. Außerdem nominiert waren Anno 2205 und Deponia Doomsday.

Bestes Serious Game:
Professor S. von LudInc ist der Gewinner in dieser Kategorie. „Professor S. verbindet als Echtweltspiel eine digitale Plattform mit einer spielerischen Rahmenhandlung, um in Verbindung mit alltäglichem Schulunterricht dem Lernen in der Klasse eine neue Dimension zu geben und Schüler und Schülerinnen neu zu motivieren“, urteilt der Computerspielpreis. Nominiert waren außerdem In Between von Headup Games und Die Skatinsel von Daniel Schäfer.

Bestes Mobiles Spiel:
Path of War von Nexon M konnte hier den Preis absahnen. In diesem aufwändigen Strategiespiel können bis zu 50.000 Spieler auf einem Server kämpfen und versuchen alle gemeinsam, Washington zurück zu erobern. Assassin’s Creed Identity und Freeze! 2 – Brothers waren außerdem nominiert.

Bestes Nachwuchs-Konzept:
Auch hier gibt es wieder mehrere Gewinner. Platz 1 geht an Cubiverse von der Abteilung Media Design der Hochschule München. Platz 2 geht an Lost Ember von der HAW Hamburg. Leaves von der TH Köln belegt Platz 3.

Bestes Gamedesign:
Shift Happens von Klonk ist hier der Gewinner. Das Spiel war ja bereits in der Kategorie „Bestes Deutsches Spiel“ nominiert und hat in der Kategorie „Bestes Kinderspiel“ den Sieg ergattern können. Deponia Doomsday und Card Crawl waren die anderen Nominierten.

Beste Inszenierung:
Der Preis für die beste Inszenierung geht an Typoman von Headup Games. „Typoman vermischt die düster-faszinierende Optik von Limbo mit intelligenten Wortspielen: Ohne das korrekte Kombinieren einzelner Buchstaben lässt sich kein Rätsel lösen“, so der DCP. Nominiert waren außerdem Dungeons 2 und Neo Magazin Royale – Jäger der verlorenen Glatze.

Beste Innovation:
Wenig verwunderlich geht der Preis an The Climb von Crytek. Das VR-Spiel, welches ja eher eine Technik-Demo ist, zeigt beeindruckend, was die Cryengine in Sachen VR leisten kann. articy:draft 2.4 und Carpe Lucem – Nutze das Licht waren die anderen Nominierten in dieser Kategorie.

Publikumspreis:
Dies ist die erste Kategorie, in der das polnische Open-World-RPG The Witcher III: Wild Hunt von CD Projekt Red abräumen konnte. Andere Nominierte gibt es in dieser Kategorie selbstverständlich nicht.

Bestes Internationales Spiel:
Und erneut konnte The Witcher III: Wild Hunt von CD Prokekt Red einen Preis abstauben. Rise of the Tomb Raider und Fallout 4 waren hier die anderen Nominierten. Was diese Spiele auszeichnet, weiß vermutlich jeder sowieso schon selbst, da es sich hier um sehr bekannte, internationale Marken handelt.

Foto: Franziska Krug/Getty Images | Archiv (DCP 2015)
Foto: Franziska Krug/Getty Images | Archiv (DCP 2015)

Beste internationale neue Spielwelt:
Und wieder der Witcher. Das im Internationalen Raum von Bandai Namco gepublishte RPG konnte auch in dieser Kategorie den Preis abräumen. Unravel und Bloodborne waren hier außerdem nominiert – Das war sicherlich eine schwere Entscheidung!

Bestes Internationales Multiplayer-Spiel:
Hier gewinnt mal ein Nintendo-Spiel, und zwar Splatoon! „Mit „Splatoon“ stellt Nintendo die Regeln des Ego Shooter-Genres auf den Kopf: Wo normalerweise gerne Krieg und Gewalt herrschen, hauen sich in „Splatoon“ zwei Teams Farbe um die Ohren“, so der DCP. Guitar Hero Live und Star Wars Battlefront waren die anderen Nominierten – Eine etwas komische Auswahl.

Sonderpreis der Jury:
„Jedes Jahr auf der Gamescom werden nicht nur die neuesten Blockbuster, sondern auch kreative Spieleperlen von aufstrebenden Indie-Entwicklern aus Deutschland präsentiert. Dank der diesjährigen Gewinner des Sonderpreises gibt es dafür eine öffentlichkeitswirksame Plattform, die bei Besuchern der Messe durch die unmittelbare Nähe zu den Entwicklern viel Zuspruch findet. Für das große Engagement der Macher des Indie-Gemeinschaftstands geht der Sonderpreis der Jury in diesem Jahr an die Indie Arena Booth.“


Wie bereits erwähnt, ist der Deutsche Computerspielpreis sehr umstritten, und viele Gamer sehen ihn nicht unbedingt als Referenz. Auch die Presse kritisiert die Jury, die Art der Verleihung und andere Dinge immer wieder. Durchgeführt wird die Verleihung von Branchenverbänden und der Politik. Es wurden dieses Jahr fast 500.000 Euro Preisgelder ausgeschüttet.

 

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Über Benjamin Kalt 18 Artikel
Hallo! Mein Name ist Benjamin und ich bin Administrator und Redakteur auf "All Your Entertainment". Filme, Videospiele und Literatur sind meine Leidenschaft, und neben den News, die ich hier präsentiere, finden sich auch Rezensionen zu diesen Medien auf meiner Homepage.

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